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Musik - Der Kammerton A und der Protonen-Ton

Nach einer Idee von Dr. Michael Köhlmann

Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Kammertons a' in der Orchesterlandschaft so sieht seine Wanderung relativ willkürlich aus. Betrachtet man diese Entwicklung aus der Sicht der Protoneneigenschwingungen so zeigen sich andere Hintergründe.

Entwicklung

(Quelle: wikipedia)

(Quelle: http://members.eunet.at/tolarger/MUSIK/stimmung.htm)

In Deutschland lag er im 17. und 18. Jahrhundert häufig bei etwa 415 Hertz (Hz), im Italien des 17. Jahrhunderts bei 466 Hz und im Frankreich des 18. Jahrhunderts auch bei 392 Hz. Durch ein zunehmend interregionales und internationales Musikleben wuchs das Bedürfnis nach einer einheitlichen Stimmtonhöhe. So entstand 1788 in Paris die sogenannte Pariser Stimmung, die auf 409 Hz festgelegt wurde. Da der Kammerton im Laufe des 19. Jahrhunderts weiter anstieg, wurde er 1858 durch die französische Akademie auf 437,5 Hz neu festgelegt.[1] Einem weiteren Anstieg versuchte 1885 eine internationale Stimmtonkonferenz in Wien Einhalt zu gebieten, bei der 435 Hz als Standard festgelegt wurde. Die bis heute letzte internationale Stimmtonkonferenz wurde 1939 von der International Federation of the National Standardizing Associations in London durchgeführt. Sie definierte die Kammerton-Frequenz dann mit 440 Hz bei 20 °C für den Ton a’ (Standard ISO 16). (Quelle: Wikipedia)

Analyse

Betrachtet man die oben angegebenen Frequenzen des Kammertons in Bezug auf die Eigenfrequenzen des Protons, so ergibt sich folgendes Bild. Man kann erkennen, daß die Stimmung der Orchesterlandschaft in Blütezeiten der Musik in Frankreich, Italien und Deutschland sich einem Wert von 453 Hz nähern.

Mit der Entwicklung einer genaueren Fertigungstechnik der Instrumente kann sich die Orchesterlandschaft mit Ihrem Stimmton immer näher an die natürliche Urstimmung herantasten. Die Musiker mit ihrem feinen Gehör sowieso, aber auch die Instrumente lassen es inzwischen zu, so genau gestimmt zu werden und diese Stimmung auch zu halten. Frühere Stimmungen mit Werten von 392Hz, 409Hz, 415Hz, 430Hz und auch 490Hz liegen alle in Resonanzlücken (in der Grafik eckig markiert), sodaß sie dem Einfluß des Hintergrundfeldes nur in sehr geringem Maß unterworfen sind.  

Vermutlich ist es schwer möglich, ein Orchester auf diesen Ton einzustimmen. Der "Protonen-Ton" unterstützt zwar, daß mit äußerst geringem Energieaufwand große Amplituden und damit Lautstärken erzeugt werden, auf der anderen Seite vermute ich, daß es schwierig ist, das Orchester auf diesen Ton zu stimmen. Aufgrund der hohen Fluktuation im Hauptknoten [49,5] ist es sehr aufwendig, den Ton zu treffen und ihn auch dauerhaft zu halten - die Instrumente verstimmen sich wesentlich leichter.